Aus meinem Apothekenalltag

Corona-Krise in der Apotheke!

Wer hätte gedacht, dass wir jemals so einer Situation ausgesetzt sind. Vermutlich niemand… Während die Anfänge dieser Pandemie bei vielen zu Panik und Hamsterkäufen führte, so hat sich diese Panik ein klein wenig gelegt, zumindest habe ich den Eindruck.

Jedoch werden die Informationen nicht immer richtig verstanden bzw. sie werden nicht auf Richtigkeit überprüft. So wurden die Apotheken vor ein paar Wochen gestürmt um sich mit Paracetamol zu bevorraten und zwar bevor die WHO eine Empfehlung (die sie im nachhinein wieder zurückgezogen hat) ausgesprochen hat. Aber diese Sorgen sind ja auch schon wieder „Schnee von gestern“..

Ich denke jeder der in einer Apotheke arbeitet wird mir zustimmen, es ist super stressig und anstrengend aber wir machen unseren Job trotzdem oder vielleicht gerade deswegen gern! Wir sind gerne für unsere Kunden da! Wir versorgen euch gerne, so fern es uns möglich ist mit Masken, Desinfektionsmittel und allem was ihr für eure Gesundheit benötigt.

Arbeiten in einer Apotheke während der Corona-Krise: 

Es hat sich so einiges geändert in der Apotheke, denn einiges musste sich natürlich auch ändern. Die Kunden standen meistens bis zur Tür und noch weiter, jetzt warten sie alle vorschriftsgemäß im 2 Meter Abstand vor der Tür bis einer der 3 HV-Tische wieder frei ist, so dass man manchmal gar nicht sieht wie viel eigentlich wirklich los ist. Unser Botendienst hat sich deutlich erhöht, dies ist auch richtig so und für uns auch kein Problem, denn auch wir wollen unsere Kunden schützen.

An das bedienen hinter einer Plexiglasscheibe habe ich mich so langsam auch gewöhnt, doch es ist natürlich alles etwas gedämpft hinter der Scheibe, so dass man die Lauscher immer besonders sauber haben sollte.. und durch die Masken versteht man leider auch nicht mehr ganz so viel.

Während des Betriebs darf das desinfizieren der Plexiglasscheiben, Oberflächen und Geräte nicht vergessen werden. Viele Dinge können zur Zeit leider nicht bearbeitet werden, so messen wir zur Zeit keine Kompressionsstrümpfe und Bandagen aus.

Und der ganz normale Wahnsinn geht ja weiter und begleitet uns tagtäglich doch dieser wird durch verhäuftes Telefonklingeln und intensiveres beraten zur aktuellen Situation deutlich verstärkt. Ich verstehe auch, dass jeder gerne Masken, Desinfektionsmittel und Fieberthermometer kaufen möchte, doch diese Frage ständig zu hören kann einen ganz schön schlauchen. Masken und Desinfektionsmittel sollten zur Zeit kein Problem mehr darstellen, doch die Fieberthermometer lassen auf sich warten, wer hätte das gedacht?!

Am Ende eines Arbeitstages bin ich meist total erledigt, aber sehr dankbar arbeiten gehen zu dürfen! Ich stehe gerne in der Apotheke und liebe meinen Job, egal wie anstrengend und schwer diese Situation ist oder auch noch wird!

Bleibt stark und gesund!

unbenanntes_projekt

2 Gedanken zu „Corona-Krise in der Apotheke!“

  1. Du sagst es. Hierzu herrscht dazu noch strickte Teamtrennung beider Apotheken, sodass wir zwangsläufig entweder sehr viele Überstunden anhäufen oder ins negative fallen. Ist Mega anstrengend und schlauch ordentlich aber ich bin froh einen Job wie diesen zu haben. Dein Blog ist toll. Davon gibt es viel zu wenige 😏

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